Austausch mit Südtirol zum Thema „Inklusion“

Zehn Ansprechpartner für Inklusion an FOSBOS in MB Nord beim Job Shadowing an einem Schulzentrum in Bozen

Der MB Dienststelle Nordbayern ist es wichtig, im Bereich der Inklusion nicht nur den Austausch innerhalb des eigenen Bezirks und innerhalb Bayerns zu suchen, sondern auch nationale und internationale Erfahrungen einzubeziehen. So sollen Verbesserungsmöglichkeiten gefunden werden, um Innovationen auf den Weg zu bringen und damit langfristige und umgreifende Entwicklungen anzustoßen. Aus diesem Grund machten sich im April 2026 zehn Lehrkräfte aus verschiedenen FOSBOS in Nordbayern auf den Weg, um neue Erkenntnisse bei einem viertägigen Job Shadowing im Rahmen von Erasmus+ am Schulzentrum von Bozen zu gewinnen.

Vom 20.04. bis zum 23.04.2026 reiste die Gruppe der nordbayerischen Ansprechpartner für Inklusion an den Beruflichen Oberschulen nach Südtirol, um in Bozen an den beiden Schulen des Standorts Besichtigungen und Hospitationen durchzuführen. Dabei wurde deutlich, dass sowohl am sozialwissenschaftlichen Gymnasium als auch an der Fachoberschule für Tourismus Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedarfen gezielt unterstützt werden. Es geht dabei nicht nur darum, die Lernenden mit schweren Beeinträchtigungen je nach Bedarf zielgleich oder zieldifferent zu fördern, sondern auch hochbegabte Jugendliche in ihrer Entwicklung voranzubringen, indem sie in besonderen AGs wie Denkwerkstätten oder Insta-Gruppe kreativ und innovativ tätig sein können.

Hospitationen in verschiedenen Unterrichtsstunden zeigten auch, wie die Südtiroler Schule das Cool-Konzept umsetzt, um auch Kinder ohne Beeinträchtigungen oder Hochbegabungen individueller zu fördern und sie zu mehr Selbstständigkeit zu ermutigen. Bei diesen Unterrichtseinheiten lernen Schülerinnen und Schüler nicht nur, selbstständig unterschiedliche Themen zu bearbeiten. Sie arbeiten dann auch in Teams zusammen, um diese gemeinsam zu reflektieren und arbeitsteilig Lösungen zu finden. So wird deutlich, dass unterschiedliche Fächer zahlreiche Verbindungen haben und der Bildungsgedanke einem gut abgestimmten Konzept folgt.

Ein Gespräch mit der Bildungsdirektion in Bozen ermöglichte zudem Einblicke in die Organisation der Inklusion an den Schulen. Es wurde klar, dass nicht wenige Hindernisse stetig aus dem Weg geräumt werden müssen, um die Umsetzung des Gedankens einer gemeinsamen Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne besondere Bedarfe sicherzustellen.

Insgesamt wurde deutlich, dass in Südtirol viele verschiedene Stellen zusammenarbeiten, um Kinder mit Inklusionsbedarf bedarfsgerecht zu unterstützen, um sie optimal zu fördern. Die verschiedenen Einrichtungen machten dabei klar, dass es sicherlich Hindernisse und Schwierigkeiten gibt, dass diese jedoch mit viel Engagement und Konsequenz überwunden werden können. Damit lieferten sie den Gästen aus Deutschland vielfältigste Inspirationen und auch praktische Handreichungen, die künftig genutzt werden sollen.

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